2G

Ich sitz seit Stunden auf der Bank, im Park ist nur 2G-Empfang. Mein Insta lädt nicht schnell genug, ich drehe ab: »Was für’n Betrug! Ich habe für 5G bezahlt, habe mir extra aufgemalt den Preis, die Leistung, Vodafone, die Telekom, O2 und schon zwei Stunden nach Vertragsabschluss versetzt man mir den Todesschuss!« Die Vögel zwitschern, …

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Dinge, die die Welt bewegen

Wollen wir die Welt bewegen, wider allen Kräften regen, heißen wir nicht AfD, Nazis und PRO NRW. Werden sie es jemals schaffen, diese Menschen, Wort als Waffen, werde ich nicht lange ruhn und etwas dagegen tun. Wenn sie glauben, Rechte, Linke, unser Land hinuntersinke, helfen keine Argumente, Zahlen, Bücher und Geschenke, was sie wollen, ist … Weiterlesen Dinge, die die Welt bewegen

Teufelsmoor

Im Teufelsmoor ist Regen nicht selten, obwohl viele Leute auch gerne hier zelten. Doch das ist gefährlich und nicht zu empfehlen, deine letzten Minuten könntest du dann zählen. Du würdest versinken im stinkenden Schlick, du würdest schnell schwarz – und das wäre nicht schick. Du würdest auch stinken nach Moos und nach Brot, denn so … Weiterlesen Teufelsmoor

Wahlelefant

Dieses Gedicht entstand als Wahlmotivation für die Bremenwahl 2015. Hat wohl nicht ganz funktioniert. »Warum«, so fragt der Elefant, »ist niemand heut zur Wahl gerannt?« »Nun ja«, erwidert da die Maus, »im Rathaus siehts halt scheiße aus! Die SPD sitzt immer da, die Grünen blieben auch, na klar, die CDU sitzt außen rum und auch … Weiterlesen Wahlelefant

Türklinke

Im Haus ist’s stille, jemand niest. Die Hand sich um den Türgriff schließt. Ganz langsam, leise durchgedrückt die Klinke sich zum Boden bückt. Doch da! Ein Quietschen! Großer Schreck! Die Hand zuckt von der Klinke weg, um wenig später, mit Einzücken dieselbe wieder durchzudrücken. Der Riegel schiebt sich in die Tür hinein, die Tür geht … Weiterlesen Türklinke

Feld

Ein stilles Feld in dunkler Nacht, ein kleines Licht steht mittendrin. Das Licht, ein Feuer ist entfacht und all die Gräser sind dahin. Wir stehen daneben und schauen ihm still beim Verbrennen und Rauchen zu. Das Feld wird vergehen, wenn man es so will. In zwei Stunden ist hier wieder Ruh. Weiterlesen Feld

Bilder

Wenn Bilder durch die Straßen gehen, die immer nur sich selber sehen und keinen lieben, außer sich, glaube mir, das will ich nicht. Und Masken auf den Köpfen tragen, immer nur nach Bildern fragen, versperrn sich immer nur die Sicht, glaube mir, das will ich nicht. Kostüme gehn des Weges lang, nehmen sich wieder in … Weiterlesen Bilder

Kaltes Essen

Die Uhr hängt oben an der Wand, darunter kaltes Essen stand. Es steht schon fünfzig Jahre da, doch niemand, der es nahm gewahr. Das Essen war für Oma Kraus, die lebte einst in diesem Haus. Das Essen rührte sie nicht an, weil es aus ihren Fingern rann. Nach diesen fünfzig Jahren dann, da kamen junge … Weiterlesen Kaltes Essen

Was wäre ich?

Stell dir mal vor, ich wär ein Hund, ich fräß mich dick und kugelrund. Mit Hundekuchen, Knochen fein, könnt’s Leben auszuhalten sein. Wär ich ein Hund, wär ich nicht schlau, obwohl ich meiner Nas‘ vertrau. Ein Hund zu sein, wär sicher schön, doch ich werd and’re Wege gehn. Stell dir mal vor, ich wär ein … Weiterlesen Was wäre ich?

Radau

Das folgende Gedicht entstand im Rahmen einer Schulaufgabe namens »Kristallnacht«. Dabei sollte unter Hilfe vorgegebener Worte eine Geschichte oder ein Gedicht geschrieben werden. Ich entschied mich für das Gedicht. Radau, Radau, das Feuer brennt! Der Fackelzug durch Straßen rennt. Der Rauch verdeckt das helle Licht. Radau, Radau, man hört uns nicht. Die Fackeln rennen durch … Weiterlesen Radau

Aller Leute Glück

Wenn eines Tages in die Welt Glückseligkeit wird einbestellt, liegts nicht an Staat und Wirtschaft, Narr, und auch nicht an der Kirche gar, vielmehr liegt es an dir allein: Du bist der Grund fürs glücklich sein! Trägst du das Glück zu allen hin, vergeh’n Griesgram und Trübesinn. Bring sie zur Freude und zum Lachen, du … Weiterlesen Aller Leute Glück

Ein Weihnachtsgedicht

Ein Weihnachtsbaum steht in der Zimmerecke, die Kerzen brennen auf ihm unentwegt. Wie wärs, wenn ich Geschenke jetzt verstecke, bevor sie jemand unter’n Christbaum legt? Die Kinder komm’n herein und schauen, sie warten sicher voller Ungeduld. Wie sie noch in den Weihnachtsmann vertrauen, doch die Geschichte ist ja uns’re Schuld. Am Fenster draußen erste Flocken fallen, … Weiterlesen Ein Weihnachtsgedicht

Nashorn und Jäger

Das Nashorn steht im Wasser drin, der Jäger sieht da keinen Sinn. Er steigt auch in das Wasser rein und scheint nun gar ganz weg zu sein. Das Nashorn hat ihn gut gesehn und bleibt nicht lang im Wasser stehn. Es rennt an Land und in den Wald. Dem Jäger wird im Wasser kalt. Drum … Weiterlesen Nashorn und Jäger

Mein Lieblingshuhn

Mein Lieblingshuhn heißt Gisela und liegt grad auf der Wiese da. Die Federn braun und schwarz gemischt. Nur morgen wird es aufgetischt. »Oh Vater, Vater«, ruf ich laut, »gib, dass man mir mein Huhn nicht klaut!« Er sitzt nur da und höret nicht, obwohl sein Sohn da zu ihm spricht. Da nehm ich allen Mut … Weiterlesen Mein Lieblingshuhn

Vom Fliegen

Ich komme heut zum ersten Mal in dem großen Gebäude an. Heut ist es für mich eine Qual. Ich sag: »Es dauert nicht so lang.« Das große Haus steht ganz am Rand des Städtchens und ist doch bekannt. Davor, da fliegen Vögel los, die sind aus Stahl und riesengroß. Die Frau empfängt mich feierlich, doch … Weiterlesen Vom Fliegen

Worpswede

Ich setze mich in den Bus. Hoffentlich fährt er auch dahin, wo ich hinmöchte. Ich fahre ja nicht oft Regionalbus und beim letzten Mal ist ja auch irgendwas schief gelaufen. Die Angst, am Ende Mitten im Nichts zu landen, steigt wieder hoch. Ich spreche mir Mut zu. Jetzt, wo ich eine Fahrkarte für alle Busse, … Weiterlesen Worpswede

Bahnromantik

Wie Tränen fließen Regentropfen an der Fensterscheib hinab. Mit jedem Mal sie weiterklopfen, viele sind sie, nicht zu knapp. Der Zug setzt sich nun in Bewegung, Tropfen nun zur Seite ziehn. Fahrgäste zeigen keine Regung, wolln nur vor der Wahrheit fliehn. Fahrgäste sehn die Welt in schnell, sie sehn sie niemals richtig Fühlen sich individuell, … Weiterlesen Bahnromantik

Schlaflos

Schlaflos bin ich, liege dort, such den Traum, er fliegt hinfort. Tag war schön, doch Nacht ists nicht zeigt ihr wahres Angesicht: Verschlafen ist sie eigentlich, doch dieses Mal, da stört sie mich. Zu lang, so peinigt sie mich sehr. Schlafen möcht ich nur noch mehr. Les ein Buch und hör ein Lied, such ein … Weiterlesen Schlaflos

Der Arbeiter

Das Leben ist voll. Zu voll, wenn man fragt. Nur schlimm, dass man an dieser Völle versagt. Der Druck wird erhöht. Du leistest noch mehr. Geld sollst du einsparen, leidest du noch so sehr. Der Druck füllt dich aus. Es spitzt sich nun zu. Du willst nur hier raus, doch du find’st keine Ruh. »Das … Weiterlesen Der Arbeiter

Überwachungsstaat

Ich spürs, sie kriegen alles mit, jedes Wort und jeden Schritt. Sie kennen mich viel zu genau. Gut, dass ich ihnen nicht vertrau. Sie kenn‘ mich besser, als ich selbst verwenden alles gegen mich. Es wird mir hinterhergestelzt und dann gespeichert, ewiglich. Was bleibt von meinem Leben mir, wenn ich nicht weiß, wo steh ich … Weiterlesen Überwachungsstaat

Die Biene

Die Biene fliegt von Blum‘ zu Blum‘, erarbeitet sich großen Ruhm. Sie sammelt Nektar, unentwegt, ein großer Mensch sie niederschlägt! Im allerletzten Atemzug, den letzten Zentimetern Flug, sammelt sie sich und sticht ihn nieder. Dem Mensch‘ ist das total zuwider. Er wendet sich und schreit, doch nicht beachtet wird der Bösewicht. Drum schlage weder Bien‘ … Weiterlesen Die Biene

Panopticum der Macht

Dieses Gedicht entstand als Aufgabe des Deutschunterrichtes. Aufgabe war es, die Gefühlslage Josef K.s, dem Protagonisten aus Kafkas »Prozess« in Bezug auf die Thematik der Überwachung in Gedichtform zu beschreiben. Der Grundtext stammt von meinem Sitznachbarn Thomas Kaib, ich habe ihn überarbeitet. Hier ist das Ergebnis: Wo bin ich hier? Ich weiß nicht weiter, such … Weiterlesen Panopticum der Macht

Krieg oder Frieden?

Seit Anbeginn gibt es viel Streit in der gesamten Menschenheit. Einer denkt dies, der andere das, doch zwischendrin, da fehlt etwas. Man kann einfach nicht akzeptiern, dass andere Leute anders sind und anstatt sich zu toleriern streut man den Hass nun sehr geschwind. Aus einem Streit wird schnell ein Krieg. Ein Fehler eher als ein … Weiterlesen Krieg oder Frieden?